Habt Ihr Euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie es ist als Allergiker andere Menschen kennenzulernen, vor allem des anderen Geschlechtes? Wahrscheinlich wohl eher nicht! Könnt Ihr Euch dann vielleicht auch nur in kleinen Grenzen vorstellen, wie schwer dies ist, mit welchen Hürden z.B. ich als Mann zu kämpfen habe? Denn da steht ja nicht nur der äußere, unangenehme Anblick, sondern auch innerlich ist man gezeichnet.

Wenn sich geliebte Menschen von einem abwenden, weil sie auch mal wieder glatte Haut spüren möchten, wie sie sagen, dann hinterläßt das schon einige tiefe, bleibende Wunden. Plötzlich versinkt der Selbstwert in nie gekannte Tiefen eines Selbst. Man fühlt sich als Versager, weil man dieses entsetzliche Jucken, dieses selbstvernichtende Kratzen nicht in den Griff bekommt, weil man immer wieder daran verzweifelt und eines Tages einfach keinen Weg mehr sieht, der gangbar für einen selber ist, wenigstens ein klein wenig zufriedener mit sich und der Welt zu werden.

Man gelangt unmerklich in eine Teufelskreis hinein, der einen immer tiefer in die Selbstzweifel zerrt, so schleichend und unbemerkt, das es vielleicht eines Tages zu spät ist die Kurve zu kriegen. Und wenn dann auch noch keine Freunde da sind, die einen ein wenig aufzurichten versuchen und diese Krankheit so versuchen zu nehmen wie sie ist, mit all ihren unangenehmen Seiten, dann kann man ganz schnell den Boden unter den Füßen verlieren und in tiefste Depressionen abgleiten, aus denen es nur sehr schwer ist, alleine herauszukommen.

Aus meiner Erfahrung gibt es da nur wenige Gegenmittel. Ablenkung in dem man sich ein aufwendiges Hobby sucht, einen neuen Bekanntenkreis (auch wenn das mit zu den schwereren Dingen gehört) etwas an dem man viel Freude hat, Abstand gewinnen kann und die Gedanken nicht ständig um die Krankheit und den körperlichen Zustand kreisen. Aber immer mit dem Hintergedanken sich nicht zu sehr darin zu verbeißen, denn das hieße die eine unangenehme Sache mit einer anderen Sache zu vertauschen. Das kann nur eine Sackgasse sein!

Mir hat, so seltsam es vielleicht klingen mag, das Internet geholfen. Ich habe mich in die Materie hineingekniet, die Computerei hat mich schon seit langem fasziniert, und ich habe angefangen meine eigene Homepage zusammenzubasteln, ohne eine Ahnung von Frames, Tags und weis der Geier was es da sonst noch so alles gibt, zu haben. Das hat mich sehr abgelenkt, denn ich konnte meine Gedanken von den Schmerzen ablenken auf dieses harte Nuß, die da geknackt werden wollte. Ich möchte jetzt nicht sagen das es mir danach super ging, aber es hat gutgetan mal an etwas anderes zu Denken als an diese ekelhaft juckenden, beißenden, schmerzenden Hautstellen, die man sich am liebsten mit einer glühenden Zange bis aufs rohe Fleisch herausreißen wollte. Und ich hoffe, das es mir dadurch möglich wird selber wieder etwas lockerer und entspannter mit dem Leben umzugehen um dann eines Tages auch wieder eine Frau kennenzulernen, die nicht von meiner Krankheit abgeschreckt wird. In diesem Sinne wünsche ich Euch ein besinnliches Suchen und viel Spaß auf meinen Seiten und im Internet. Schaut auch mal in der Rubrik Gesundheit nach, denn da habe ich etwas zu Allergien gefunden, das ich auf jeden Fall auch weiter ausbauen möchte.
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