Mit einem schnellen Sprung brachte er sich in Sicherheit. das erste Mal in seinem Leben wurde er verfolgt. Und wie! Cliffords Männer waren hinter ihm her.

Da, ein Schatten. Wyt schoß.

Sein Strahl riß eine Mauerecke um. Plötzlich war er in bläuliches Licht gehüllt. Ohnmächtig fiel er zu Boden.

"CI an HQ. Haben Wyt gestellt."

"O.K., bringt ihn her!"

"Aye."

Wyt wurde gepackt und fortgeschleift.

***** ***** *****

Ein schmerzhaftes Licht fraß sich in seine Augen. Er blinzelte.

"Ah, der Held erwacht."

Wer hatte gesprochen? Wyt versuchte sich aufzurichten. Nicht möglich! Er lag auf einer Art Tisch. Arme und Beine lang ausgestreckt. Seine Fuß- und Handgelenke umspannte ein Eisenring.

"Nun mein lieber Wyt, endlich wieder bei Sinnen?"
"Wer sind sie?" krächzte Wyt.
"Dr. Clifford. Sollten sie sich nicht mehr entsinnen?"
Ah ja, stimmt, Clifford! Was haben sie vor?"
"Das fragen sie noch Wyt? Wo ist das Hauptquartier des FTA? Los reden sie!"
"Niemals!"
"Wie sie wollen. Richards, geben sie Strom! Kleine Dosis!"

Stromstöße durchfluteten Wyts Körper, noch nicht unangenehm!

"Nun?"
"Niemals!"
"Erhöhen sie!"

Wyts Körper zuckte. Wie auf Synder, vor drei Jahren, dachte er.

"Immer noch nicht?"

Wyt schüttelte stumm den Kopf. Clifford winkte. Wyt wurde hin- und hergeschleudert. Verbissen presste er seine Lippen aufeinander. Dann wurde der Strom abgeschaltet.

"Was ist nun?"
"Nein!" flüsterte Wyt.
Wieder winkte Clifford.
"Dauerstom!" befahl er kalt.

Langsam beumte sich Wyt auf. Seine Augen waren weit geöffnet. Dann fing er an zu brüllen.

"Aaaaaaaaahhh!" Lang und anhaltend.

Schließlich war die Grenze erreicht. Sein Bewußtsein fiel in tiefe Agonie.

"Schalten sie aus Richards! Lassen sie ihn nach nebenan bringen!"
"Aye Sir."

***** ***** *****

Stunden später erwachte er. Langsam schlug er die Augen auf.

Er war allein.

Wyt streckte sich.

Das kriegst du wieder Clifford, dachte er haßerfüllt.

Vorsichtig schlich er zur Türe. Kein Geräusch drang zu ihm. Leise öffnete er. Vor ihm prangte ein Leuchtschild.

Waffenlager. Welch ein Glück!

Schnell versorgte sich Wyt mit einem Strahler und mehreren DG-Granaten. Dann schloß er die nächste Türe auf. Ein langer Gang. Mit ein paar Schritten hatte er ihn durchmessen. Eine Gangbiegung und am anderen Ende ein Posten.

Wyt zeite sorgfälltig und schoß dem Mann die Waffe vom Gürtel. Blitzschnell sprang er vor.

"Keine Bewegung! Wo geht's hier zum Energiecenter?"

Der Posten zeigte nach links.

Wyt drückte ab. Er stieg über die Leiche und eilte weiter. Ein Tor mit der Aufschrift: Energiezentrale, Reaktor-Haupt. Er riß die Türe auf. Ein Techniker. Wyt richtete die Waffe aufihn.

"Wo ist der Hauptreaktor?"
"Der Rote."
"Danke!"

Wyt schoß. Röchelnd sank der Mann zusammen. Schnell hatte Wyt fünf DG-Granaten im Raum verteilt. Bei einer Explosion würden sie den Reaktor beschädigen und dieser würde das ganze Haus in die Luft jagen. Wyt stellte den Zünder auf eine halbe Sein. Dann verschwand er.
Er brauchte 15 Minuten!

"Adé Andrew Clifford!" rief Wyt zum Haus hin und ein hämisches Grinsen erschien auf seinen Lippen.

Dann machte er sich auf den Weg zurück zur Stadt. Er hatte schon einige Kilometer hinter sich und Cliffords Haus gebracht, als eine riesige Detonation die Dämmerung erschütterte. Sekunden später erfasste die Druckwelle Wyt und schleuderte ihn den.

Da dürfte keiner mehr am Leben sein, dachte er zufrieden.

"Fröhliche Fahrt in die Hölle, du Bastard!" rief Wyt laut in Richtung der tosenden Flammen, die jetzt die aufziehende Dunkelheit erhellten. Er raffte sich auf, warf den Strahler weg und setzte seinen Weg fort.

ENDE

© 1979 by Ralf »Searge« Pappers
Joomla templates by a4joomla